Die Prostatitis ist eine entzündliche Veränderung der Vorsteherdrüse. Unter Prostatitis werden verschiedene Symptombilder zusammengefasst, die im Nachfolgenden erläutert werden.

Der Hauptbehandlungspartner dieses Beschwerdebildes ist der niedergelassene Urologe. Nur bei schweren Entzündungsbildern mit Harnverhalt und Sepsis (=Blutvergiftung) kommt es zur stationären Behandlung. Die Prostatitis hat ein Vorkommen von zwei bis zehn Prozent in der männlichen Bevölkerung. Das Beschwerdebild reicht von Schmerzen und Brennen beim Wasserlassen (=Algurie) über häufigen Harndrang (=Pollakisurie) bis zu Harnabflußstörungen mit schweren Folgen wie oben angeführt. Häufig aber stellen sich auch schwer zuzuordnende Schmerzen in Penis, Hoden, Damm, Anal, Leisten und Schamregion ein und Ejakulationsprobleme.

Eingeteilt wird die Prostatitis in vier Kategorien:


Die Behandlung ist entsprechend der Einteilung vielschichtig und reicht von der medikamentösen Therapie, die am häufigsten ist und ambulant durchführbar ist bis zur operativen Therapie.

Diese besteht meistens in einer Ausschälung des Prostatagewebes, der sog. TUR Prostata, wie im Kapitel der Prostatavergrößerung beschrieben.